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Adventsfenster 2025

Liebe Flußbacher, liebe Besucher,
auch dieses Jahr findet der Flußbacher Adventskalender wieder statt. In den letzten Jahren waren bereits so viele tolle Ideen dabei & wir sind schon ganz gespannt, was uns dieses Jahr erwartet.

Im Folgenden könnt ihr sehen, an welchem Tag ihr zu welchem Haus spazieren könnt, um euch dort das aktuelle Adventstürchen anzuschauen. Jeden Tag wird das neue Türchen ab 17 Uhr geöffnet.

In diesem Jahr haben wir zusätzlich markiert, an welchen Häusern ein offenes Fenster zu finden ist. Hier wird es möglicherweise kleine Leckereien, warme Getränke oder andere Überraschungen geben – ideal für eine gemütliche Pause und ein nettes Beisammensein.

Wir wünschen euch viel Spaß, tolle Spaziergänge und eine besinnliche Adventszeit.

Hier findet ihr die Liste, wann und wo die wunderschönen Fenster zu finden sind: Flußbacher Adventskalender

Oder schaut gerne auf dem Kalender unsere Homepage vorbei, dort sind sie ebenfalls eingetragen.

Euer Team vom Flußbacher Adventskalender

Gedenken am Volkstrauertag

Am Volkstrauertag, den 16.11.2025 findet um 10:30 Uhr im Bürgerhaus eine kleine Gedenkveranstaltung statt. Auch an den weltweiten Frieden wird gedacht. Hierzu lade ich unsere Einwohner*innen herzlich ein. Lukas und Martin begleiten uns sowohl während der Veranstaltung als auch beim anschließenden Frühschoppen musikalisch. Ich hoffe auf eine rege Beteiligung.

Euer Ortsbürgermeister Wolfgang Scheibe

Weihnachtsmarkt in Flußbach

Am Samstag, den 22.11.2025 ab 13 Uhr veranstaltet der Sportverein Eintracht 75 e.V. den diesjährigen Weihnachtsmarkt auf unserem Dorfplatz. Selbstverständlich hat der Sportverein auch wieder Überraschunge für Groß und Klein.

St. Martinsumzug

Am Freitag, den 7. November 2025, findet der diesjährige St. Martinsumzug in Flußbach statt. Beginn ist um 18:00 Uhr am Bushäuschen. Von dort zieht der Martinszug, angeführt von St. Martin auf dem Pferd und begleitet vom Musikverein Lüxem, durch die Straßen des Ortes bis zur Feuerstelle.

Am Feuer sorgt – wie im vergangenen Jahr – der Sportverein Flußbach für die Verpflegung. Dort werden außerdem Brezeln vom St. Martin an die Kinder verteilt.

Die Schlepperfreunde Flußbach unterstützen die Veranstaltung durch die Absperrung der Straßen, die Feuerwehr Flußbach übernimmt die Begleitung des Zuges sowie die Brandwache.

Die Ortsgemeinde Flußbach als Veranstalter bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung und lädt die Bevölkerung herzlich zur Teilnahme ein.

Wie in den vergangenen Jahren freuen wir uns, wenn die Anwohner entlang des Zugweges ihre Häuser mit Kerzen oder Laternen schmücken und so zur besonderen Atmosphäre des Umzuges beitragen.

Ortsgemeinde Flußbach

Vortrag im Gemeindehaus Flußbach erinnert an NS-Frauenstraf­lager

 


Am Freitag, den 12. September 2025, fand im Gemeindehaus von Flußbach ein Vortrag der Historikerin Dr. Lena Haase von der Universität Trier statt. Ortsbürgermeister Wolfgang Scheibe eröffnete die Veranstaltung, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Das große Interesse zeigte, dass die Geschichte des Frauenstraf­lagers Flußbach – einem lange fast vergessenen Kapitel der NS-Zeit – viele Menschen bewegt.

Unter den Gästen waren auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Marcus Heintel, der Abteilungsleiter Strafvollzug des Justizministeriums Mainz, Thomas Messer, vom Emil-Frank-Institut Monika Metzen-Wahl und Klaus Wahl, vom Wittlicher Gefängnis Stefan Wagner, Pastor Matthias Veit, von der Universität Trier Dr. Thomas Grotum sowie der Förderverein der Gedenkstätte KZ Hinzert mit Dieter Burgard und die Leiterin der Gedenkstätte, Dr. Sabine Arend. Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Zeitzeugen aus Flußbach nahmen teil und trugen mit persönlichen Erinnerungen dazu bei, die Geschichte lebendig werden zu lassen.

In ihrem Vortrag beleuchtete Dr. Haase die Hintergründe des Frauenstraf­lagers, das am 16. September 1942 als Außenstelle des Strafgefängnisses Wittlich eingerichtet wurde. Auf dem Gelände unterhalb des Kaler Kreuzes standen mehrere große Baracken und kleinere Gebäude, die von einem Drahtzaun umgeben waren. In den knapp zwei Jahren bis 1944 wurden dort mindestens 1.885 Frauen inhaftiert. Viele von ihnen kamen aus Frankreich und Luxemburg und wurden wegen ihres politischen Widerstands oder als sogenannte „Nacht-und-Nebel-Häftlinge“ nach Deutschland verschleppt. Andere Frauen stammten aus dem Reich selbst und waren wegen kleinerer Vergehen oder politischer Gründe verurteilt.

Die Gefangenen mussten Zwangsarbeit leisten – nicht nur in Flußbach selbst, sondern auch in mindestens 26 Außenarbeitsstellen der Region. So arbeiteten sie beispielsweise in der Trocken­kartoffelfabrik „Appolonia“ in Gillenfeld oder bei der Firma „Romika“ in Gusterath. Ebenso wurden sie in der Landwirtschaft eingesetzt, wo sie für Bauern schwere körperliche Arbeiten verrichten mussten.

Am 10. März 1945 wurde das Lager bei einem Artillerieangriff der Alliierten schwer beschädigt. Im Herbst 1944, angesichts der nahenden Front, wurde es schließlich geräumt und die Gefangenen in andere Strafanstalten verlegt.

Mit ihrem wissenschaftlich fundierten Vortrag stellte Dr. Haase nicht nur die historischen Fakten dar, sondern gab den Opfern auch ein Stück ihrer Würde zurück. Als Vorsitzende des Vereins „Arbeitskreis Erinnerung der Großregion“ beschäftigt sie sich seit vielen Jahren intensiv mit den Schicksalen der Frauen, die in Flußbach inhaftiert waren.

Der Abend endete in einer Atmosphäre der Nachdenklichkeit und großen Wertschätzung für die Erinnerungsarbeit. Viele Besucherinnen und Besucher zeigten sich tief beeindruckt von den historischen Einblicken und den persönlichen Schicksalen, die an diesem Abend sichtbar wurden.

Die Ortsgemeinde Flußbach bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten!